Die Orthodoxen Kirchen

Patriarchate und Bistümer

Beim 1. Konzil von Nizäa im Jahre 325 nach Christus wurden die geistlichen Hauptzentren der noch jungen Kirchengemeinschaft festgelegt. Es waren die Patriarchate von Rom, Antiochien, Alexandrien und Konstantinopel.

Intrarea Maicii Domnului în Biserică
Holzkirche von 1720 Bârsana - Rumänien

Erst im Jahre 451 nach Christus wurde auch Jerusalem die Patriarchatswürde verliehen, auch weil sich in dieser Stadt die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus zugetragen hat. Nachdem sich Konstantinopel als Zentrum der Ostkiche etabliert hatte, entstanden im 5. Jahrhundert weitere Patriarchate wie z.B. in Georgien und Armenien.

Patriarchate entstehen auf dem Balkan

In den folgenden Jahrhunderten bildeten sich durch die fortschreitende Christianisierung der slawischen Volksstämme auf dem Balkan weitere Patriarchate in Bulgarien und Serbien. Durch die Eroberungskriege der Türken in der damaligen Zeit wechselten die Staatsreligionen mehrmals in den slawischen Regionen. Dadurch ist indirekt die Abneigung der Balkanstaaten gegen den Islam besser zu verstehen. Letztendlich gewann dort aber die Orthodoxie wieder die Oberhand bis zum heutigen Tag.

Russland wird christianisiert

In Kiev entstand gegen Ende des ersten Jahrtausends das erste russische Patriarchat nach dem Annehmen des byzantinischen Christglaubens. Zunächst war man noch stark von Konstantinopel abhängig.

Serbien - Orthodoxe Kapelle
Orthodoxe Kapelle in Serbien

Mit dem Aufstieg Moskaus in den folgenden Jahrhunderten, auch durch die Vertreibung der Mongolen aus dem Land, wuchs dort eine starke, nach Unabhängigkeit strebende Metropolie heran. Das riesige Russland wurde, vom Orthodoxen Zentrum in Moskau aus befohlen, christianisiert.

Die wichtigsten existierenden Orthodoxen Kirchen

Patriarchate

Autokephale Kirchen

Autonome Kirchen

Nichtkanonische Kirchen und Sondergemeinschaften

 

Katholisch unierte Kirchen

 

Altritualisten bzw. Altgläubige

 

Belarussische autokephale Kirche

Altkalendarier